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Die verstädterte Zone um Gdansk (Danzig) besteht aus drei Städten: Der Hafenstadt Gdynia (Gdingen), dem Kurort Sopot (Zoppot) und Gdansk selber. Sie liegen in der Danziger Bucht, im Hinterland weiträumige Wälder und bis zu 200m hohe Moränenhügel, die 'Kaschubische Schweiz' ist eine der bedeutensten Urlaubsregionen Polens.
Danzig wurde erstmals um 1000 erwähnt, als Ziel einer Missionsreise zu den heidnischen Pruzzen, aber schon für die Jungsteinzeit läßt sich der Bernsteinhandel nachweisen. Um das Jahr 1000 existierte eine befestigte Handels- und Fischersiedlung mit etwa 1200 Einwohnern. Im 12. Jahrhundert entstand in Danzig eine Kaufmannssiedlung um den Marktplatz, sowie mehrere Kirchen und Klöster.
1308 brachte der Deutsche Orden Gdansk in seinen Besitz und baute die Stadt weiter aus. 1440 wurde Gdansk Mitglied des Preußischen Bundes, aber schon 1454 verweigerten die Bürger dem Deutschen Orden den Gehorsam und betrieben die Rückkehr der Stadt in den polnischen Staat. Durch König Kazimierz IV Jagiellonczyk wurde Gdansk wieder an Polen angegliedert.
Das Bild oben zeigt den Hafen am Fluß Motława, in der Hausreihe gibt es etliche Tore, die sich in die Straßen der Głowne Miasto (Rechtstadt, wegen der verliehenen Stadtrechte so genannt) öffnen.
Am Ufer der Motława steht auch ein Wahrzeichen von Gdansk, das Brama Żuraw (Kran-Tor). Der schmucklose Torbau mit zwei halbrunden Türmen entstand zu Anfang 1440, der hölzerne Kranaufbau entstand später. Er war einer der größten Lastenaufzüge des 15. Jahrhunderts, ein Indiz für die Bedeutung des Handelshafens von Gdansk zu dieser Zeit.
Das Brama Żuraw brannte 1945 völlig aus, wurde 1959-62 rekonstruiert und enthält heute das Centralne Muzeum Morskie (Zentrales Meeresmuseum) der Stadt Gdansk. Das Foto des Krantors stellte mir Herr Hoffmann aus Frankfurt zur Verfügung.
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