Dieter Motschmann
Bilder aus Polen: Wieliczka (I)


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DiMoSoft Dieter Motschmann

Ich möchte Sie nun mitnehmen in eine Welt untertage, in die Salzminen von Wieliczka:
Eintrittskarte für eine Führung im Salzbergwerk Wieliczka
Das seit dem Mittelalter bis 1996 ununterbrochen in Betrieb befindliche Salzbergwerk in Wieliczka bei Krakow mit seinen Gängen und Abbauräumen von insgesamt 240 km Länge stellt alle Entwicklungsstufen des historischen Salzabbaus dar. 1978 wurde es in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Die originalen Fördereinrichtungen (Strecken, Schächte, Abbaukammern und Salzseen) reichen bis in die Tiefe von 327 m und illustrieren die Enwicklungsetappen der bergmännischen Technik in den historischen Epochen bis heute. In Wieliczka befindet sich der als Besucherbergwerk zugängliche Teil der Salzgruben mit 20 ehemaligen Abbaukammern auf den Sohlen eins bis drei, sowie nochmals 16 Kammern im Museum der Krakauer Salinen auf der Sohle drei.
Insgesamt umfasst das Bergwerk über 2300 Kammern und 240 km Strecken auf 9 Sohlen bis in eine Tiefe von 327 Metern, von denen 218 Kammern und 190 Gänge unter Denkmalsschutz stehen.
Der für Besucher zugängliche Teil umfasst zwar nur etwa 2% der Gesamtausdehnung der Grube, zeigt aber repräsentativ historische Abbaukammern, in das Steinsalz gehauene unterirdische Kapellen und unterirdische Seen, sowie das auch untertage befindliche Museum der Krakauer Salinen. Eine Führung dauert etwa zwei Stunden und führt bis zur dritten von neun Sohlen in eine Tiefe von 135 Metern.
Im Bild unten sehen wir den Eingang des Besucherbergwerks mit dem Förderturm des Danilowicz-Schachtes.
Eingang zum Besucherbergwerk mit Museum
Die Ausdehnung des Wieliczka-Salzflözes beträgt etwa 5,5 km in der Ost-West-Linie und bis zu 1,5 km in Nord-Süd-Richtung. Über sieben Jahrhunderte wurden in Wieliczka 26 Schächte von der Oberfäche und 180 Kleinschächte zwischen den einzelnen Sohlen abgeteuft. Der Abbau wurde auf der Sohle 1 in 57 Meter Tiefe begonnen und erreichte schließlich auf Sohle 9 die Tiefe von 327 Metern.
Die ersten Spuren von Salzsiederei im Raum Wieliczka wurden auf die Zeit der Jungsteinzeit, 3.500 Jahre vor Chr., datiert. Bereits im 11. -12 Jahrhundert war Wieliczka das größte Salzsiederzentrum im polnischen Raum und wurde Magnum Sal (Großes Salz) genannt.
Der älteste Schacht zur direkten Förderung von Steinsalz stammt aus dem 13. Jahrhundert, bereits im 17. Jh. wurde in Wieliczka Salz von drei Sohlen gefördert und es wurden acht Schächte abgeteuft, darunter der Danilowicz-Schacht, der heute das Besucherbergwerk erschließt.
Förderturm des Danilowicz-Schachtes, rechts das Maschinenhaus
Im oberen Bild sehen wir den Förderturm des Danilowicz-Schachtes, rechts das Maschinenhaus.

Die folgenden Bilder zeigen Eindrücke aus einer Führung durch den für Besucher geöffneten Teil des Salzbergwerks Wieliczka.




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Letzte Änderung dieser Seite: 02.05.2010